Die Mensch-Tier-Beziehung in der Kritischen Theorie

24. November 2011

Vortrag: “Die Mensch-Tier-Beziehung in der Kritischen Theorie Theodor W. Adornos und Max Horkheimers”
von Marcel Sebastian (Group for Society and Animals Studies, Hamburg) am 25. November ab 19 Uhr im Linken Zentrum “Hinterhof”, Corneliusstraße 108, 40225 Düsseldorf

Die Kritische Theorie der Frankfurter Schule zählt zu den bedeutendsten soziologischen und philosophischen Theorien des 20. Jahrhunderts und hat nach wie vor maßgeblichen Einfluss auf kritische Gesellschaftstheorien. Innerhalb ihrer Rezeptionsgeschichte jedoch gab es Themenbereiche und Aspekte, die lange Zeit verschüttet schienen und (wieder) sichtbar gemacht werden mussten. Hierzu zählt unter anderem die Mensch-Tier-Beziehung.

Der Vortrag will einführend erörtern, wie das Mensch-Tier-Verhältnis durch die Kritische Theorie interpretiert und kritisiert wird. Anhand zentraler Analysekategorien soll aufgezeigt werden, dass Tiere im Denken Adornos und Horkheimers auch als Opfer gesellschaftlich organisierter Herrschaft auftreten, deren Befreiung nicht losgelöst von der Befreiung der Menschen gedacht werden kann – et vice versa.

ab 19:00 Vokü (Klöße, Rahmgeschnetzeltes und Rotkohl), ab 20:00 Vortrag im Linken Zentrum “Hinterhof”, Corneliusstraße 108, 40225 Düsseldorf

Podiumsdiskussion zum Thema: Tierversuche an der Ruhr-Universität

24. November 2011

Montag, 28. November 19 Uhr im KulturCafé

Podiumsdiskussion zum Thema: Tierversuche an der Ruhr-Universität

Jährlich sterben an der Ruhr-Universität rund 12.000 Tiere alleinin der Forschung. Der „Tierverbrauch“ von Lehrveranstaltungen ist hier noch nicht mitgerechnet. Trotzdem wird über das Thema auf dem Campus wenig gesprochen. Dies soll sich ändern: Am kommenden Montag um 19 Uhr lädt der AStA im Zuge seiner Veranstaltungsreihe „Montag kontrovers“ zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Tierversuche ins KulturCafé ein.

Auf dem Podium Platz nehmen werden Prof. Dr. Ulf Eysel (Prorektor für Forschung an der Ruhr-Uni, Mediziner), André Schmidt (Menschen für Tierrechte e.V., Biologe) sowie AStA-Referent Jan Keitsch als Moderator. Mit dieser Veranstaltung möchte „Montag kontrovers“ eine Diskussion über den Sinn und Unsinn von Tierversuchen neu anregen. Gerade Studierende aus den Fachbereichen Medizin, Biologie, Biochemie oder auch Psychologie sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Aber auch Studis, die bisher keinen Kontakt zu diesem Thema hatten, sind herzlich willkommen, sich aus verschiedenen Perspektiven mit der Fragestellung auseinanderzusetzen, ob Tierversuche ethisch vertretbar sind und welche Alternativen vorhanden oder denkbar sind.

Der Eintritt ist natürlich frei!

Uni Mainz: Kein Tierversuchszwang mehr!

19. November 2011

“Eine großartige Neuigkeit hat uns gestern abend aus dem Fachbereich Biologie der Uni erreicht. Wir können es selbst noch nicht richtig glauben, aber es ist tatsächlich wahr:

Die Uni Mainz wird ab dem kommenden Semester Biologie-Studierende nicht mehr zwingen am Sezieren im relevanten Pflichtkurs (Modul 3) teilzunehmen. Die Studierenden erhalten das Recht, diese Übungen zu verweigern und sich das entsprechende Wissen in einem Alternativprogramm anzueignen.

Zwar werde dies zur gleichen Zeit im gleichen Raum statt finden und die Uni werde den Studierenden auch zum Sezieren raten. Jedoch wird niemand mehr dazu gezwungen. Mit Hilfe von Seziervideos und Ganzkörper-Dauerpräparaten kann so das Sezieren umgangen werden. Es werde dann einen Vermerk im Zeugnis geben, aber die Entscheidung für ein Alternativprogramm wird zukünftig nicht mehr dem Bachelor-Abschluss im Wege stehen.

Damit haben wir Campus-Grüne nach monatelanger Arbeit unsere Forderung an der Uni durchgesetzt und wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die zu diesem Erfolg beigetragen haben: Insbesondere bei der Tierschutz AG Mainz, beim Bundesverband der Tierversuchsgegner_innen, bei den Ärzt_innen gegen Tierversuche und bei den tausenden Menschen, die unsere Petition unterschrieben und sich hinter uns gestellt haben.

Auch der Universität möchten wir an dieser Stelle für die bewiesene Offenheit gegenüber den Gewissensnöten der Studierenden unseren Dank aussprechen. Wir begrüßen und würdigen diese Entscheidung ausdrücklich und halten sie auch über die Uni Mainz hinaus für ein positives Zeichen.

Mehr und genauere Infos in Kürze.”
Quelle: http://campusgruen-mainz.hostei.com/?p=1353

Nächstes Treffen der animal academy

7. November 2011

Am Mittwoch, den 16. November, findet das nächste Treffen der animal academy statt. Wir treffen uns um 19 Uhr im Foyer des Studierendenhauses. Wenn auch Du etwas gegen Tierversuche an der RUB unternehmen möchtest, komm doch einfach vorbei und bring Dich ein!

RUB-Mensa wird vegan

27. Oktober 2011

Rund sechs Millionen Menschen in Deutschland leben vegetarisch. Etwa 500.000 ernähren sich vegan, verzichten auf Milch, tierische Fette und Eiweiße. Vegetarische Alternativen sind in den Gastronomiebetrieben des Akademischen Förderungswerks (AKAFÖ) seit langem an der Tagesordnung. In der großen Mensa der Ruhr-Universität folgt jetzt auch ein regelmäßiges veganes Angebot.

Nach einigen Kundenwünschen in diese Richtung hat das AKAFÖ in der Cafeteria des Unigebäudes GB vor knapp drei Jahren vegane Speisen ins Angebot genommen. Brötchen und Bagel mit veganen Aufstrichen, Soja-Drinks und veganer Pudding können dort seitdem täglich bestellt werden. Im Mai besuchte außerdem der vegane Fernsehkoch Björn Moschinski das Team der RUB-Mensa und hielt einen Workshop zum veganen Kochen ab. Das Ergebnis wurde den Kunden am nächsten Tag im Aktionsbereich vorgestellt: Es gab ein veganes Frikassee mit Reis und Salat.

Um dem wachsenden veganen Kundenstamm beim Mittagessen in der Mensa stetiger gerecht zu werden, ist dort ab sofort mindestens einmal die Woche ein veganes Angebot auf dem Speiseplan. Hartweizen-Nudeln mit veganer Bolognese sind an der Nudeltheke täglich zu haben.

Für das vegane Angebot hat die Produktionsleitung auch den bestehenden Speiseplan noch einmal genau unter die Lupe genommen und herausgefunden, dass Gerichte wie etwa der Graupeneintopf bereits ohne tierische Inhaltsstoffe auskommen. Weitere vegane Mensagerichte, die in den nächsten Wochen auf dem Plan stehen, sind etwa: Tofupfanne „Griechischer Art“, Sauerkrauteintopf oder Chili Sin Carne.

Damit die Gerichte für Veganer*innen leicht zu erkennen sind, sind sie auf dem Speiseleitsystem im Mensafoyer und an den Ausgabetheken selbst mit einem Sonnenblumen-Symbol gekennzeichnet. Mittelfristig soll auch der Online-Speiseplan auf der Homepage so umgestellt werden, dass er vegane Gerichte anzeigt und so den Mensagang auch für diese Kundengruppe besser planbar macht.

Tierversuche an der RUB: Die Podiumsdiskussion

26. Oktober 2011

Am 28. November findet im Zuge der Veranstaltungsreihe “Montag kontrovers” eine Podiumsdiskussion zum Thema “Tierversuche an der Ruhr-Universität” statt. Diskutieren werden André Schmidt (Biologe, Menschen für Tierrechte e.V.) sowie Prof. Dr. Ulf Eysel (Mediziner, Prorektor für Lehre an der RUB), moderieren wird animal academy-Gründer Jan Keitsch.

Erstes Treffen im Wintersemester

12. Oktober 2011

Am kommenden Mittwoch, den 19. Oktober, treffen wir uns zum ersten Mal im Wintersemester um 14 Uhr im Foyer des Studierendenhauses. Wenn auch Du etwas gegen Tierversuche an der RUB unternehmen möchtest, komm doch einfach vorbei und bring Dich ein!

Veganes Angebot wird ausgeweitet

15. September 2011

Das Angebot für Veganerinnen und Veganer in der Mensa der Ruhr-Universität ist bisher nicht gerade hervorragend. Nur an der Nudel- und der Salattheke wird man täglich fündig. Selten gibt es außerdem veganes Chili oder Linsensuppe. Doch ab Oktober wird das Angebot ausgeweitet! Auf Initiative der Grünen Hochschulgruppe werden mehrere vegane Gerichte eingeführt. Zunächst ist geplant, dass an mindestens zwei Tagen in der Woche neben dem Nudelangebot ein weiteres veganes Gericht zur Verfügung steht. Außerdem wird es eine zweite vegane Nudelsauce geben.

Sobald es genaue Infos über das neue Angebot gibt, werden wir Euch an dieser Stelle informieren.

Treffen für Interessierte

5. September 2011

Am kommenden Mittwoch, den 7. September, treffen wir uns wieder um 14 Uhr im Foyer des Studierendenhauses. Wenn auch Du etwas gegen Tierversuche an der RUB unternehmen möchtest, komm doch einfach vorbei und bring Dich ein!

RUB: Verstoß gegen Tierschutzgesetz?

31. August 2011

Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche kritisiert die an der Ruhr-Uni Bochum aktuell erneut genehmigten Hirnversuche an Affen als Verstoß gegen das Staatsziel Tierschutz und fordert von der zuständigen Genehmigungsbehörde eine sofortige Revision dieser Entscheidung.

Die Bochumer Hirnversuche an Affen sollten zunächst wegen der Pensionierung des Experimentators Klaus-Peter Hoffmann im Jahr 2009 auslaufen. Durch weitere Verlängerungen wird die vom Ärzteverein als nutzlose Affenqual bezeichnete Neugierforschung nun noch bis mindestens 2012 weiter betrieben.

Seit Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz im Jahr 2002 muss im Rahmen des Genehmigungsverfahrens bei der ethischen Abwägung von Tierversuchen die Freiheit der Forschung dem Tierschutz gegenüber gestellt werden. Behörden in Berlin, München und Bremen haben vor diesem Hintergrund die Weiterführung von den Bochumer Versuchen an Affen vergleichbaren Experimenten nicht mehr genehmigt. Sie sahen das Leid der Tiere als zu hoch und damit die Versuche als ethisch nicht zu rechtfertigen an, zudem fehlte der für die Erteilung einer Genehmigung erforderliche medizinische Nutzen.

“Den Verantwortlichen des für die Genehmigung der Tierversuche in Bochum zuständigen Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen, ist offenbar entgangen, dass die Freiheit der Forschung nicht grenzenlos ist und Hirnversuche an Affen nutzlos sind. Seit über 15 Jahren werden in Deutschland Hirnversuche an Affen durchgeführt, ohne dass sich daraus wesentliche Erkenntnisse für die Behandlung neurologischer Erkrankungen des Menschen wie Epilepsie oder Alzheimer ergeben haben”, erläutert Dipl.-Biol. Silke Bitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ärztevereinigung.

Schon die Unterschiede zwischen Affe und Mensch würden verdeutlichen, dass Hirnexperimente an Tieren gar keine klinische Relevanz für den Menschen haben können. So hat das Affenhirn keine Bereiche für Sprache, Lesen oder Musik und identische Bereiche in der Sehrinde haben bei Affe und Mensch unterschiedliche Funktionen.

“Anstatt solch qualvolle Hirnversuche an Tieren gebetsmühlenartig mit der Aussicht auf Heilung menschlicher Krankheiten zu rechtfertigen und Menschen damit in Hoffnung zu wiegen, die nie erfüllt werden kann, sollten Behörden und Forscher endlich den Weg für die zukunftsweisende tierversuchsfreie Forschung ebnen”, meint Bitz. Moderne Forschungsprojekte würden zeigen, dass Erkenntnisse über das menschliche Gehirn und seine Krankheiten sehr viel besser ohne Tierversuche erlangt werden können. An der britischen Universität Durham beispielsweise werden mittels transkranieller Magnetstimulation Zusammenhänge und Verschaltungen im menschlichen Gehirn schmerzfrei direkt am Menschen untersucht.

Neben Affen müssen nach Auskunft der Ärztevereinigung an der Bochumer Universität auch Katzen, Frettchen und Tauben für Hirnexperimente leiden und sterben. Die Ärzte gegen Tierversuche fordern seit langem den Stopp der Bochumer Hirnforschung an Tieren. Vor rund einem Jahr zeigte der AStA Bochum im Rahmen einer Aktionswoche die Leihausstellung der Ärzte gegen Tierversuche, die die Notwendigkeit der Abschaffung aller Tierversuche aufzeigt, um damit nicht nur dem Tierschutzgesetz gerecht zu werden, sondern auch um zu für den Menschen relevanten Erkenntnissen zu gelangen.


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